Namibia – Ein Land der unentlichen Weiten und Gegensätze.

Text und Bilder von Ruth Crimi und Christian Kurz

Nach langem und zähen warten war es endlich soweit - unsere erste Fotoreise nach Afrika! Wir, Ruth und ich sowie zwei Freunde von unserem Fotoclub sind in Namibia angekommen. Bereits am Flughafen mussten wir erkennen, dass hier die Uhren langsamer gehen, viel langsamer!
Irgendwann ist dann auch unser Gepäck angekommen und wir konnten uns in das erste Abenteuer stürzen.
Linksverkehr! Ich als Organisator der Reise durfte mich als erster der Herausforderung stellen. Ungewohnt war es anfangs schon, jedoch bei der geringen Fahrzeugdichte auf Namibias Strassen kann man sich sehr schnell daran gewöhnen und es macht dann auch richtig Spaß mit einem großen Geländewagen durch die Landschaft zu fahren.
Den ersten Tag verbrachten wir in Windhoek, machten ein paar Einkäufe, fotografierten einige Sehenswürdigkeiten und stimmten uns auf 3 Wochen Namibia ein.

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Entlang eindrucksvoller Hügellandschaften am westlichen Rand der Kalahari-Wüste brausten wir auf der asphaltierten B1 Richtung Süden. Kurz vor Mariental zweigten wir links auf die D220. Die erste Schotterpiste. Viele Kilometer Strasse auf Schotter und Sand sollten die nächsten 3 Wochen noch folgen. Unser Ziel, die Anib Kalahari Lodge haben wir viel zu früh erreicht. Das machte aber nichts, ganz im Gegenteil, so konnten wir noch an der Sundowner-Fahrt der Lodge teilnehmen.
Oryx-Antilopen, Strausse und Springböcke hatten wir bereits bei der Anreise gesehen, Giraffen, Kudus und jede Menge Gin-Tonic gab es beim Sundowner. Wie freundlich, liebenswert und fröhlich die Namibier sind, erlebten wir anschliesend beim Abendessen, als das ganze Personal plötzlich singend und mit Kuchen meinem Schatz zum Geburtstag gratulierten. Die Anib Kalahari Lodge war auf unserer Reise mit Sicherheit eine der besten und schönsten Unterkünfte.

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Unsere 3.Station führte uns ganz in den Süden Namibias. Der berümte Köcherbaumwald bei Keetmanshoop und der legendäre Fish River Canyon sollten die ersten Highlight unserer Rundreise werden. Nach einer Übernachtung in der Canon Village Lodge ging es über eine Schotterpiste zum Canyon. Der Fish River Canyon mit einer Tiefe von 550m und einer Länge von 160km ist nach dem Grand Caynon der zweitgrösste der Welt.
Es ist ein atemberaubenter Anblick von einem der Aussichtspunke in den Canyon zu blicken. Auf alle Fälle lohnt es sich einmal dieses Naturwunder zu sehen.

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Unser nächstes Ziel lag 420km Sand- und Schotterpiste entfernt an der Atlanikküste.
Lüderitz, eine kleines Städtchen, welches mit seinen Strassennamen und Schilder noch heute an die deutsche Kolonialzeit errinnert. Übernachtet haben wir im Nesthotel, das direkt am Meer lag und uns am Abend einen grandiosen Sonnenuntergang bescherte.
Am nächsten Tag statten wir der Geisterstadt Kolmannskuppe einen Besuch ab, wo 1908 die ersten Diamanten gefunden wurden. Seit den 50ér Jahren ist die Stadt verlassen und dem Sand der Wüste ausgesetzt. Für Fotografen bieten sich dort unzählige tolle Motive. Nach einigen Stunden und jeder Menge Fotos setzten wir unsere Fahrt in Richtung Aus fort.
Die Gegend um Aus ist bekannt für Ihre Wildpferde, die uns auch prompt bei unserer Ankunft begrüssten. Unsere Unterkunft „Klein Aus Vista“ in Mitten der Aus Berge bot uns einen wundervollen Blick auf die umliegende Landschaft, einen tollen Sonnenuntergang und einen unvergesslichen Sternenhimmel.

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Bei der nächsten Etappe nach Sossusvlei war es endlich soweit und wir Männer konnten unsere Reifenwechselkünste unter Beweis stellen. Knappe 15min. hat die Aktion gedauert und unser Toyota Hilux war wieder fahrbereit. An der nächsten Tankstelle, direkt beim Einganstor zum Sossusvlei haben wir dann den kaputten Reifen für ca. 150 ND reparieren lassen.
Dies sollte auch der einzige Reifenschaden der ganzen Reise gewesen sein.
Der folgende Tag sollte unseren Erwartungen übertreffen. Das Sossusvlei mit den riesigen roten Sanddünen, die aus dem Morgennebel auftauchten und das Dead Vlei mit den versteinerten Bäumen boten uns unzählige Fotomotive. Auch Eulen, Schakale, Springböcke und Oryx-Antilopen stellten sich noch als Statisten vor die atemberaubende Kulisse.
Zu guter Letzt noch das Abendessen in der Sossusvlei Lodge mit Oryxfleisch auf dem Teller und vor dem beleuchteten Wasserloch, da geht einem das Herz auf.

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Von Sossusvlei fuhren wir nach Solitaire. Die Bäckerei an der Tankstelle des kleinen Ortes hat mit seinem Apfelkuchen weit über die Grenzen Afrikas Berümtheit erlangt. Nachdem wir uns Diesen zu Gemüte geführt und noch ein paar Bilder von den herumstehenden Autofracks geschossen hatten, setzten wir unsere Reise nach Swakopmund fort. Über den Gaub- und Kuiseb Pass erreichten wir durchgeschüttelt und in Sand gehüllt die Hafenstadt Swakopmund.
Swakopmund gilt als deutscheste Stadt Namibias und der Einfluss aus der Koloniealzeit ist bis heute unverkennlich. Im Brauhaus von Swakopmund konnten wir uns bei typisch bayrischer Hausmannskost und ein paar Bier davon überzeugen.
Auf Anraten eines Vorarlbergers, der seit Jahren in Swakobmund lebt, haben wir am nächsten Tag den Welwitscha-Drive durch die Mondlandschaft gemacht. Anfangs war es noch recht lustig, als wir jedoch wegen Filmaufnahmen einen Umweg machen mussten, wurde uns beim Befahren der Tiefsandpassagen in dem verlassen Tal schon etwas mulmig.

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Nach einem Abstecher am Kreuzkap bei einer der grössten Roppenkolonien und einer Übernachtung in  der Damara Mopane Lodge im Damaraland freuten wir uns, endlich die wilden Tiere im Etosha NP zu beobachten.


Unsere Unterkunft für die nächsten 2 Tage war das Etosha Safari Camp, von welchem aus wir unsere Pirschfahrten in den 22´275km² grossen Nationalpark machten. An den Wasserlöchern konnten wir ein Vielzahl der in Afrika lebenden Wildtiere beobachten. Besonders von den riesigen Elefanten waren wir mächtig beindruckt. Auf unserer Liste mit den Tieren Afrikas konnten wir fast alles abgehackt.
Wir merkten auch schnell das man sich im Park nach den anderen Besuchern richten musste, je mehr Fahrzeuge bei einem Wasserloch warenm desto grösser war die Chance dort Löwen oder andere seltene Tiere zu sehen. Die 4 Tage im Etosha NP vergingen wie im Flug und wir verliesen die Gegend in Richtung Otjiwarongo.

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Den nächsten Tag verbrachten wir auf der Kambaku Safari Lodge, welche ganz in der Nähe des Waterberg Naturparks lag. Bei der Anreise dorthin besuchten wir noch ein Gepardenreservat. Hier konnten wir die eleganten Jäger aus nächster Nähe beobachten und unsere Fotosammlung um einige Bilder erweitern.


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Unsere Reise endete wieder in Windhoek. Oberhalb der Stadt verbrachten wir in der Rivercrossing Lodge unsere letzte Nacht . Nach Sonnenuntergang, bei einem Cocktail und wunderschönem Blick auf die beleuchtete Stadt liessen wir die 3 Wochen Namibia nochmals Revue passieren.

Für Ruth und mich wird es nicht das letzte mal sein, das wir hierher kommen.

Auf Wiedersehen Namibia